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Der Umgang mit Provokationen

Neuburg (DK) Wieder findet dieses Schuljahr das seit 2009 regelmäßig durch den Caritas-Schulsozialarbeiter Markus Bach organisierte Antigewalttraining an der Mittelschule Neuburg statt. Hierbei lernen die Schüler der 6. Jahrgangsstufe und der Praxisklasse in jeweils drei Unterrichtseinheiten, wie sie mit Provokationen jeglicher Art richtig umgehen können.

Durchgeführt wird das Projekt „Power in Respekt“ von Markus Bach in Zusammenarbeit mit dem ausgebildeten Antigewalttrainer Atila Dikilitas, der selbst eine Kampfakademie und Sicherheitsfirma leitet und mit Jugendämtern im Bereich Betreuung und Antigewalttraining zusammenarbeitet.
Atila Dikilitas ist selbst mehrfacher Weltmeister in Karate und Kickboxen, trotzdem vertritt er die Meinung: „Der beste Kampf ist der, der nie gekämpft wurde!“ Unter diesem Motto steht auch das Antigewalttraining.

Die Schüler dürfen in den ersten Einheiten ihre Erlebnisse zum Thema Provokationen erzählen, anschließend werden diese durchgespielt und zusammen mit den Schülern angemessene Verhaltensweisen herausgearbeitet. Noch dazu klärt Dikilitas die Schüler über ihre Rechte und Konsequenzen auf, die mit ihrem Handeln einhergehen. In den darauffolgenden Einheiten lernen die Schüler mit Hilfe von Übungen die richtige Gestik und die richtigen Wortlaute, um in provokativen Situationen zukünftig richtig reagieren zu können, damit Handgreiflichkeiten vermieden werden.
Aber was mache ich, wenn trotzdem jemand auf mich losgehen will? Auch hierfür zeigt Dikilitas mit vollem Körpereinsatz den Schülern einige Selbstverteidigungstechniken, falls sich eine solche Situation wirklich nicht vermeiden lassen sollte. „Wir schlagen nicht, aber wir lassen uns auch nicht schlagen“, so der Trainer in seiner Einführung.

In jeder der einzelnen Einheiten wird zudem auf einen respektvollen und höflichen Umgang innerhalb der Klassengemeinschaft geachtet, mit der Bitte, dieses Verhalten auch gegenüber jedem anderen zu zeigen.

Bereits nach den ersten Einheiten gibt es positive Rückmeldungen von den Schülern. Freudig und ganz gespannt fragen sie: „Wann kommt der Herr Dikilitas wieder“ und sind ganz bedrückt, wenn sie erfahren, dass die nächste Einheit erst in einer Woche stattfindet.

Das Projekt „Power in Respekt“ läuft für dieses Schuljahr noch bis zum 9. November. Insgesamt nehmen 133 Schüler daran teil. Schulleiter Theo Porada empfindet diese Präventionsmaßnahme „als sehr sinnvoll“ und findet es gut, dass jeder Schüler seiner Schule einmal ein solches Antigewalttraining absolvieren kann.

Donaukurier

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